Aktivistin über Gewalt gegen Frauen: „Ein rechtsfreier Raum“

Es scheint, dass die Mütterinitiative für Alleinerziehende (MIA) der Meinung ist, dass Mütter, die Gewalt durch den Kindsvater erfahren, nicht ausreichend geschützt werden. Sie argumentieren, dass das Familienrecht häufig Gewalt gegen Mütter ignoriere und dem Umgangsrecht der Täter Vorrang vor dem Gewaltschutz der Frau gebe. Die MIA hat daher die “White Lily Revolution” ins Leben gerufen, um auf die institutionelle Gewalt gegen Frauen im Familienrecht aufmerksam zu machen. Die Aktion besteht darin, dass betroffene Frauen zwischen dem 25. November und dem 10. Dezember weiße Lilien vor Familiengerichten, Jugendämtern und Gutachterbüros ablegen, um symbolisch auf die institutionelle Gewalt im Familienrecht hinzuweisen. Die MIA argumentiert auch, dass die Rechtslage in Deutschland für Frauen nicht besonders mütterfreundlich ist, da sie in Gerichten und beim Jugendamt oft Wissenslücken erleben und dass Gewalt gegen Frauen oft bagatellisiert, verharmlost oder nicht geglaubt wird. Die MIA fordert daher mehr Expertise und bessere Unterstützung für betroffene Frauen und Kinder.

Familiengerichte halten Gewalt aufrecht, die Mütter durch Kindsväter erfahren, sagt Stefanie Ponikau. Sie ist Teil der Mütterinitiative für Alleinerziehende. TAZ.de – Tageszeitung